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Migration von Shopware zu Shopify: Ablauf, Kosten, Rankings

Shopware 5 oder 6 zu Shopify: welche Apps Shopware als Quelle nennen, was aus Kundenkonten, Bestellungen und URLs wird und was Shopify im Monat kostet.

Kurz gesagt (Stand 06.11.2026): Von Shopware 5 oder 6 zu Shopify führt keine Migrations-App von Shopify selbst; die Daten kommen per CSV-Import, über Apps von Drittanbietern oder die Schnittstelle, Kundenpasswörter lassen sich nicht übertragen, und mit Shopwares Standardvorlagen braucht jede alte Produkt- und Kategorieadresse eine 301-Weiterleitung.

  • Werkzeuge: Shopifys eigene App Store Migration nennt Square, WooCommerce, Etsy, Wix, Amazon, eBay, Clover und Lightspeed als Quellen, Shopware fehlt. Next-Cart und LitExtension führen Shopware auf ihren Store-Seiten als Quelle; Next-Cart nennt auf der eigenen Website die Versionen 5.x bis 6.x und neuer.
  • Daten: Produkte und Kunden kommen per CSV-Datei, für Bestellungen nennt Shopify Migrations-Apps und die Schnittstelle.
  • Kundenkonten: Passwörter lassen sich nicht übertragen. Ein neu angelegter Shop bekommt nur noch Shopifys aktuelle Kundenkonten, dort melden sich Kunden standardmäßig mit einem Code aus einer E-Mail an.
  • Adressen: Shopify führt Produkte immer unter /products/ und Kategorien unter /collections/. Mit Shopwares Standardvorlagen ändert sich deshalb die Adresse jeder Produkt- und Kategorieseite, bei Shopware 6 nach unserer Lesart des Quellcodes auch jeder Variante, und jede braucht eine 301-Weiterleitung.
  • Kosten: Basic bis Advanced kosten laut Preisseite 27 bis 289 € im Monat bei jährlicher Zahlung, laut AGB zuzüglich Umsatzsteuer. Ohne Shopify Payments kommen 2, 1 oder 0,6 % Transaktionsgebühr dazu; in neu angelegten Shops fällt sie auch auf Zahlungen per Geschenkgutschein oder Shop-Guthaben an, selbst mit Shopify Payments. Dazu kommen Apps.

Welche Werkzeuge übertragen einen Shopware-Shop zu Shopify?

Eine Migrations-App von Shopify für Shopware gibt es nicht. Es bleiben Shopifys CSV-Import, Apps von Drittanbietern und die Shopify API.

Shopify beschreibt in seiner Migrationsanleitung fünf Wege, vom Kopieren von Hand über CSV-Dateien und Migrations-Apps bis zu einer eigenen Lösung „mit der Shopify API“ (Shopify, Zu Shopify migrieren). Eigene Anleitungen gibt es dort für Amazon, Clover, Etsy, eBay, GoDaddy, Lightspeed, Square, Squarespace, Wix und WooCommerce. Für Shopware gibt es keine.

Dasselbe gilt für Shopifys eigene App. Auf ihrer Store-Seite steht: „Übertrage deine Produkt- und Kundendaten ganz einfach von Square, WooCommerce, Etsy, Wix, Amazon, eBay, Clover und Lightspeed R/X (Vend) zu Shopify.“ (Shopify Store Migration). Die App Store Importer ist laut App Store „derzeit nicht im Shopify App Store verfügbar“ (Store Importer).

Für einen Shopware-Shop bleiben diese Wege (Preise laut Store-Seite, abgerufen am 06.11.2026; App-Gebühren verstehen sich laut Shopify-AGB zuzüglich Umsatzsteuer):

WegShopware als QuelleWas laut Anbieter übertragen wirdPreis
Shopify Store Migrationnicht genanntProdukt- und Kundendatenkostenlos
CSV-Import von Shopify für Produkte und KundenExport aus Shopware, Spalten nach Shopifys VorlageProdukte und Kunden, je Datei höchstens 15 MBkostenlos
Next-Cart Store Migrationgenannt, laut eigener Website Version 5.x bis 6.x und neuerProdukte, Kategorien, Kunden, Bewertungen, Bestellungen, Gutscheine, Blogs, Seiten, SEO-Meta­daten, URLsDemo kostenlos (je 50 Datensätze), Basic 150 $, Standard 350 $, Advanced 550 $ im Monat
LitExtension Store MigrationgenanntProdukte, Kunden, Bestellungen, 301-Weiter­leitungenDemo mit je 20 Produkten, Bestellungen und Kunden, Preis nach migrierten Einheiten, in USD
Matrixifynicht genannt, Import aus Excel oder CSVunter anderem Produkte, Kunden, Bestellungen, Weiter­leitungen, MetafelderDemo kostenlos (je Datei 10 Datensätze), dazu drei Pläne zu 20 $, 50 $ und 200 $ im Monat
Shopify API, laut Shopifys Übersichteigene EntwicklungKunden, Bestellungen, Transaktionen, Gutscheine, Blogs, SeitenEntwicklungs­aufwand

Die Angaben zu Next-Cart und LitExtension sind Herstellerangaben. Next-Cart nennt „Migration von Shopware, Gambio, Woo, PrestaShop und über 80 weiteren Plattformen“ (Store-Seite), LitExtension führt Shopware unter „Kompatibel mit“ (Store-Seite). Auf der eigenen Website nennt Next-Cart für Shopware die Versionen „5.x - 6.x (and newer)“ und schreibt: „Custom fields, plugin data and URL redirects may need additional review.“ (Next-Cart, Shopware to Shopify).

Ob eine App Ihre Shopware-Version, Ihre Freitextfelder und Ihre Varianten richtig liest, zeigt aus unserer Sicht nur ein Testlauf mit der Demo. Unter den Preistabellen von Next-Cart und Matrixify steht derselbe Satz: „Alle Gebühren werden in USD berechnet. Wiederkehrende und nutzungsabhängige Gebühren werden alle 30 Tage in Rechnung gestellt.“ (Next-Cart, Matrixify)

Für den CSV-Weg exportieren Sie die Daten selbst aus Shopware. Shopware 5 nutzt dafür das Plugin „Shopware Import/Export“, das CSV und XML schreibt; über „Neue Spalte“ lassen sich die Profile um Felder erweitern (SafeFive, Import/Export Grundmodul). Shopware 6 hat einen Import/Export in der Administration, mit Profilen unter anderem für Kunden, Produkte und Bestellungen (Shopware-Doku, Import/Export). In beiden Fällen bringen Sie die Spalten auf Shopifys Vorlage.

Was passiert mit Kundenkonten und Passwörtern?

Die Passwörter kommen nicht mit. Shopify schreibt: „Da Passwörter außerhalb von Shopify verschlüsselt werden, kannst du die Passwörter deiner Kund:innen nicht mithilfe einer CSV-Datei aus einem anderen Onlineshop migrieren.“ Dieselbe Hilfeseite verlangt, die Kunden nach dem Import einzuladen, „neue Passwörter zu erstellen“ (Shopify, Kunden importieren).

Ein Shop, den Sie heute anlegen, braucht diese Einladung nicht. Er bekommt nur noch Shopifys aktuelle Kundenkonten; laut Shopify-Changelog vom 26.02.2026 sind die alten Konten „no longer available to new stores and existing stores not using it“ (Shopify Changelog). Für die aktuellen Konten schreibt Shopify: „Standardmäßig melden sich Kund:innen über eine passwortlose Authentifizierung bei ihren Konten an. Sie geben ihre E-Mail-Adresse ein und erhalten einen einmaligen, 6-stelligen Bestätigungscode. Für die Anmeldung ist kein Passwort erforderlich.“ (Shopify, Anmeldeoptionen).

Für diese Anmeldung reicht ein importiertes Kundenprofil: „Wenn dein:e Kund:in ein Kundenprofil in deinem Shopify-Adminbereich hat, besitzt er/sie bereits ein Konto.“ (Shopify, Kundenkonten).

Für Ihre Kunden ändert sich damit die Anmeldung: Der neue Shop fragt nach der E-Mail-Adresse und schickt einen Code. Unsere Empfehlung: Erklären Sie das auf der Anmeldeseite, bevor die ersten Kunden davor stehen.

Beim Wechsel auf Shopware 6 läuft das anders. Dort übernimmt der Migrationsassistent laut Quellcode die gespeicherten Passwort-Hashes; bei den älteren Verfahren MD5 und SHA256 merkt er sich zusätzlich das Verfahren.

Lassen sich Bestellungen, Varianten und Bilder importieren?

Bestellungen. Für bisherige Bestellungen nennt Shopify Migrations-Apps sowie die Order API und die Transaction API; den CSV-Import führt Shopifys Übersicht der Migrationswege nur bei Produkten und Kunden (Shopify, Zu Shopify migrieren). Die Reihenfolge ist laut derselben Anleitung wichtig: „Importiere zuerst deine Produkte, dann deine Kund:innen und dann alle bisherigen Bestellungen, damit Produkte und Kund:innen den Bestellungen korrekt zugeordnet werden können.“ Schalten Sie vorher die Bestellbenachrichtigungen aus. Sonst bekommt jedes Teammitglied, das Bestellbenachrichtigungen erhält, laut Shopify „für jede importierte Bestellung eine E-Mail über eine neue Bestellung“.

Aus Shopware 5 kommen die Bestellungen über zwei Profiltypen: eine Zeile je Position oder eine Zeile je Bestellung ohne Positionsdaten (SafeFive, Import/Export Bestellungen).

Varianten. Shopify erlaubt „bis zu 2.048 Varianten für ein Produkt“, aber nur drei Optionen: „Jedes Produkt kann bis zu drei Optionen haben.“ Für mehr nennt Shopify eine Drittanbieter-App oder angepassten Theme-Code, „um Positionseigenschaften zu extrahieren, damit du benutzerdefinierte Anforderungen von deinen Kund:innen erhalten kannst“; im Plus-Tarif außerdem die Combined Listings-App, um „separate Produkte zu einem einzigen Angebot zu kombinieren“. Je Produkt sind bis zu 250 Medienelemente wie Bilder möglich (Shopify, Varianten hinzufügen). Mit Positionseigenschaften hängen Sie oder Ihre Kunden laut Shopifys Entwicklerdoku eigene Angaben an eine Position im Warenkorb oder in der Bestellung, und jede Position steht für eine Produktvariante (Shopify, line_item). Der Theme-Weg nimmt damit Eingaben der Kunden zur bestellten Variante auf. Ein Shopware-Artikel mit vier Variantengruppen, etwa Größe, Farbe, Material und Länge, passt also nicht ohne Umbau in ein Shopify-Produkt.

Eigenschaften und Filter. Shopify filtert unter anderem nach Produkt-Metafeldern; dorthin gehören nach unserer Zuordnung Shopwares Eigenschaften. Die Filter baut Shopifys App Search & Discovery, die laut App Store kostenlos ist. Die Hilfeseite zu den Filtern nennt unter anderem drei Grenzen: höchstens 25 Filter im ganzen Shop, außerdem „Für Kollektionen, die mehr als 5.000 Produkte enthalten, werden keine Filter angezeigt.“ Und: „Ein Filter kann in deinem Shop maximal 100 Filterwerte anzeigen.“

Hängen in Shopware Angaben an einzelnen Varianten, beachten Sie: „Metafelder für Varianten werden für den Produkt-CSV-Import/-Export nicht unterstützt.“ (Shopify, Produkt-CSV).

Bilder. In der Produkt-CSV stehen Bild-Adressen. Shopify lädt „die Bilder während des Imports herunter“, und „Bild-URLs von externen Quellen müssen öffentlich zugänglich sein“ (Shopify, Produkt-CSV). Der alte Shop muss also erreichbar bleiben, bis der Import durch ist.

Warum ändern sich bei Shopify die Adressen?

Shopify gibt die Struktur der Adressen vor. Die Hilfe zu Weiterleitungen nennt /products, /collections und /collections/all „feste Shopify-Pfade“ (Shopify, URL-Weiterleitungen). Den Rest bildet der Handle, der laut Shopify „in der URL der Produktseite verwendet“ wird (Shopify, Produkt-CSV). Bei Seiten können Sie im Feld URL-Handle „einen Teil der Webadresse ändern“ (Shopify, Seiten).

SeitentypAdresse bei Shopify
Produkt/products/handle
Kategorie (bei Shopify „Kollektion“)/collections/handle
Shopseite/pages/handle
Blog/blogs/handle
Blogbeitrag/blogs/handle-des-blogs/handle-des-beitrags

Quellen: Shopify-Hilfe zu Weiterleitungen und zum Umzug (Beispiel „example.com/pages/shipping-policy“), Shopifys Entwicklerdoku zu Blogs (Beispiel „/blogs/potion-notions“) und Beiträgen (Kommentaradresse „/blogs/potion-notions/how-to-tell-if-you-have-run-out-of-invisibility-potion/comments“).

Shopware baut Adressen nach Vorlagen, die Sie in den SEO-Einstellungen ändern können. In Shopware 5 lauten die Standardvorlagen {sCategoryPath articleID=$sArticle.id}/{$sArticle.id}/{$sArticle.name} für Artikel und {sCategoryPath categoryID=$sCategory.id}/ für Kategorien (Installations-SQL Shopware 5.7). Eine Artikeladresse besteht also aus Kategoriepfad, Artikel-ID und Artikelname, im Beispiel der Entwicklerdoku „/food/bread/“ und „17“ (Shopware 5 Devdocs). Shopware 6 setzt im Standard Produktname und Produktnummer zusammen, {{ product.translated.name }}/{{ product.productNumber }} (Quellcode Produkt), und für Kategorien den Kategoriepfad (Quellcode Kategorie).

Eine Produktadresse beginnt in Shopware also mit einem Kategorie- oder Produktnamen, bei Shopify immer mit /products/. Mit den Standardvorlagen ändert sich deshalb die Adresse jeder Produkt- und Kategorieseite. Shopify schreibt selbst, die Linkstruktur „unterscheidet sich wahrscheinlich von der deines vorherigen Dienstes. Das bedeutet, dass alte Links zu bestimmten Seiten für Kund:innen wahrscheinlich nicht geladen werden.“ (Shopify, Zu Shopify migrieren).

Bei Shopware 6 kommen die Varianten dazu. Laut Quellcode bekommt jedes aktive Produkt im Verkaufskanal eine Adresse nach der Vorlage oben, einen Filter auf Hauptartikel gibt es dort nicht; jede Variante hat damit eine eigene Adresse mit ihrer Produktnummer (abgeleitet). Bei Shopify hängen Varianten an der Adresse des Produkts, laut Entwicklerdoku nach dem Muster „/products/[product-handle]?variant=[variant-id]“ (Shopify, variant). Zählen Sie für die Weiterleitungen die Varianten deshalb mit.

Wie halte ich die Google-Rankings mit 301-Weiterleitungen?

Mit einer Weiterleitung von jeder alten Adresse auf die passende neue Seite. Shopifys Anleitung schlägt im optionalen SEO-Schritt vor, für alle wichtigen Seiten Weiterleitungen einzurichten, „um dein SEO-Ranking zu erhalten“, und nach dem Livegang zu prüfen, ob die Seiten mit dem meisten Traffic weiterleiten. Laut dem Schritt zur Domain können Sie die Weiterleitungen schon anlegen, bevor die Domain umzieht. Weiterleitungen lassen sich auch als CSV-Datei importieren (Shopify, Zu Shopify migrieren).

Die Hilfeseite zu URL-Weiterleitungen empfiehlt für eine große Zahl eine Drittanbieter-App und nennt die Grenzen, die beim Umzug zählen:

  • Nur von toten Adressen. „Du kannst nur von fehlerhaften URLs umleiten.“ Liefert die alte Adresse im neuen Shop noch eine Seite, greift die Weiterleitung nicht.
  • Feste Pfade. Die Pfade /products, /collections und /collections/all selbst lassen sich nicht umleiten. Einzelne Adressen darunter schon, solange dort keine Seite lädt; Shopify zeigt das an einer Weiterleitung von /products/blue-t-shirt auf /collections/t-shirts.
  • Höchstzahl. „Du kannst maximal 100.000 URL-Weiterleitungen erstellen, es sei denn, dein Shop hat den Plus-Plan, bei dem das Maximum 20.000.000 URL-Weiterleitungen beträgt.“
  • Adressen mit Parametern. Adressen mit Abfrage-Strings „funktionieren bei URL-Weiterleitungen möglicherweise nicht wie erwartet“. Prüfen Sie alte Adressen mit Fragezeichen einzeln.
  • Endung .html. „URLs, die auf .html enden, können nicht auf dieselbe URL ohne .html umgeleitet werden.“
  • Sprachordner. Eine Weiterleitung gilt laut Shopify „für alle Sprach- oder Markt-Unterordner, die mit den Tools für internationalen Verkauf eingerichtet wurden“. Eigene Weiterleitungen je Unterordner brauchen Sie, wenn ein Markt auf ein anderes Ziel zeigen soll. Ein Satz weiter oben auf derselben Seite liest sich anders („nicht automatisch für alle Markt-Unterordner“); testen Sie mehrsprachige Shops deshalb je Sprache.
  • Zwischenspeicher. „301-Weiterleitungen werden von Browsern und Suchmaschinen zwischengespeichert.“ Wer eine Weiterleitung schon aufgerufen hat, wird laut Shopify möglicherweise auch nach dem Entfernen weiter umgeleitet, bis der Zwischenspeicher abläuft. Prüfen Sie Weiterleitungen deshalb vor dem Livegang.

Den SEO-Titel nimmt Shopifys Produkt-CSV „bis zu 70 Zeichen“; prüfen Sie längere Titel aus Shopware vor dem Import (Shopify, Produkt-CSV).

Die Sitemap erzeugt Shopify selbst: „Alle Shopify-Shops generieren automatisch eine sitemap.xml“ (Shopify, Sitemap). Reichen Sie sie nach dem Umzug in der Google Search Console ein (unsere Empfehlung).

Was kostet Shopify im Monat, verglichen mit Shopware?

Bei Shopify zahlen Sie laufend den Tarif, Gebühren je Zahlung und Apps; wer die Steuer mit Shopify Tax berechnen lässt, ab einer Umsatzschwelle auch dafür. Shopifys deutsche Preisseite nennt diese Beträge (abgerufen am 06.11.2026), laut AGB jeweils zuzüglich Umsatzsteuer:

Tarifjährlich bezahlt, je Monatmonatlich bezahltTransaktions­gebühr ohne Shopify PaymentsStandard-Karten­gebühr mit Shopify Payments, online
Basic27 €36 €2 %2,1 % + 0,30 €
Grow79 €105 €1 %1,8 % + 0,30 €
Advanced289 €384 €0,6 %1,6 % + 0,30 €

Quelle: Shopify-Preise. Plus beginnt laut derselben Seite bei 2.100 € im Monat, mit 0,2 % Transaktionsgebühr. Für Amex- und internationale Karten nennt die Preisseite in Basic, Grow und Advanced 3,2 %, 2,9 % und 2,7 % + 0,30 €, für Klarna 2,99 % + 0,35 €. Laut Shopifys AGB verstehen sich alle Gebühren „zuzüglich der geltenden Umsatz-, Waren- und Dienstleistungssteuern“ (Shopify-AGB, Abschnitt 5). Bei jährlicher Zahlung rechnet Shopify „das gesamte Jahr im Voraus“ ab, und „Kreditkartentransaktionsgebühren werden dir bei einer Rückerstattung nicht zurückgezahlt“ (Shopify, Preispläne).

Die Transaktionsgebühr fällt an, wenn ein externer Zahlungsanbieter die Zahlung abwickelt, und kommt zu dessen Gebühren dazu (Shopify, externe Transaktionsgebühren). Shopify rechnet sie auf den Warenwert abzüglich Rabatten plus Steuer und Versand. Drei Sonderfälle stehen auf derselben Seite:

  • PayPal: „Wenn du dich für Shopify Payments als primären Zahlungsanbieter entscheidest, sind PayPal-Transaktionen von den Transaktionsgebühren für externe Anbieter befreit.“
  • Manuelle Zahlungen: Für Nachnahme, Bankeinlagen und ähnliche manuelle Zahlungsarten „fallen keine Transaktionsgebühren an“.
  • Geschenkgutscheine: Bei Shops, die seit dem 12. Mai 2025 angelegt wurden, kostet auch der mit Geschenkgutschein oder Shop-Guthaben bezahlte Teil einer Bestellung Transaktionsgebühr, laut Shopifys Beispiel auch mit Shopify Payments. Gemeint sind Shopifys Gutscheinprodukte; Rabattcodes betrifft das nicht, Rabatte zieht Shopify vor der Berechnung ab. Ein Shop, den Sie für den Umzug neu anlegen, fällt unter die Regel.

Ein Rechenbeispiel, abgeleitet aus den Sätzen oben: Laufen 300.000 € Bestellwert im Jahr über einen externen Anbieter, kostet das im Basic-Tarif 6.000 € Transaktionsgebühr, im Grow-Tarif 3.000 €, im Advanced-Tarif 1.800 €. Grow kostet bei jährlicher Zahlung netto 624 € im Jahr mehr als Basic und spart einen Prozentpunkt; das lohnt sich ab 62.400 € Bestellwert über externe Anbieter.

Für die automatische Steuerberechnung mit Shopify Tax gilt bei Shops, die seit dem 13.05.2026 angelegt wurden: kostenlos, bis der Shop insgesamt 100.000 € umgesetzt hat, danach 0,25 % je Bestellung mit berechneter Steuer in Basic, Grow und Advanced, höchstens 0,99 € je Bestellung. Importierte Bestellungen sind ausgenommen (Shopify, Preise für Shopify Tax). Die Schwelle gilt laut dieser Seite für neue Shops über die ganze Laufzeit, nicht je Jahr; die Hilfeseite zur Wahl des Steuerdienstes schreibt noch „Jedes Kalenderjahr ist Shopify Tax kostenlos“ bis 100.000 € (Shopify, Steuerdienst wählen).

Dazu kommen Apps. Die Migrations-Apps der Drittanbieter oben rechnen in US-Dollar ab, Next-Cart und Matrixify je Monat. Kostenlos sind Shopifys eigene Apps Store Migration und Search & Discovery. Kostenlose Themes „werden von Shopify entwickelt“, gekaufte sind laut Shopify „nicht erstattungsfähig“ (Shopify, Zu Shopify migrieren). Hosting steckt im Tarif: „Dein Shopify-Abo beinhaltet sicheres Commerce-Hosting“ (Shopify-Preise).

Zum Vergleich: Für den Kern der Shopware Community Edition „fallen keine Lizenzgebühren an“, Hosting, Implementierung und Wartung organisieren Sie aber selbst. Liegt der Bruttowarenwert der Shops in Ihrem Shopware Account in 365 Tagen über 1 Million €, verlangt Shopware für den Zugang zu Account und Store einen Plan; Rise beginnt bei 600 € im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer (Shopware-Preise). Die Vergleichsgröße für Shopify ist, was Ihr Shopware-Shop heute an Hosting, Wartung und Plugin-Lizenzen kostet.

Was fehlt bei Shopify oder kommt per App?

Shopware-Plugins laufen auf Shopify nicht. Ihre Funktion kommt aus dem Shopify-Standard, aus einer App oder aus angepasstem Theme-Code. Laut Funktionsvergleich der Preisseite fallen beim Umzug aus Shopware diese Punkte auf:

  • Checkout: „Checkout-Anpassung“ ist in Basic, Grow und Advanced „Eingeschränkt“, nur in Plus „Vollständig“.
  • Händlerpreise: Shopify B2B bietet in Basic bis Advanced „Bis zu 3 Kataloge“, in Plus unbegrenzt viele. Wer in Shopware mit mehreren Kundengruppen und eigenen Preisen arbeitet, prüft, ob das reicht.
  • Versand: „Echtzeit-Versandtarife von Drittanbietern“ nennt die Preisseite beim Tarif Advanced.
  • Mitarbeiter: Grow hat bis zu 5 Mitarbeiterkonten, Advanced bis zu 15.
  • Eigene Apps: Basic hat dafür „Eingeschränkter Datenzugriff“, die größeren Tarife vollen.

Dazu kommen zwei Punkte von oben: Für mehr als drei Optionen je Produkt nennt Shopify eine App, in Plus Combined Listings oder Positionseigenschaften per Theme-Code. Filter laufen über Search & Discovery. Beim Design startet Shopify laut Anleitung mit einem Standard-Theme (Shopify, Zu Shopify migrieren). Ein Werkzeug, das Ihr Shopware-Template oder Ihre Einkaufswelten als Layout überträgt, nennt keine der Store-Seiten in der Tabelle oben; das Design entsteht im Shopify-Theme neu.

Shopware wirbt bei der Community Edition mit „Zugriff auf den Code“ (Shopware-Preise). Diese Freiheit geben Sie für einen Shop auf, dessen Hosting Shopify übernimmt.

Wie läuft der Umzug Schritt für Schritt ab?

Die Schritte folgen Shopifys Migrationsanleitung; die Schritte 1, 2, 4 und 9 sind unsere Ergänzungen für Shopware.

  1. Bestand aufnehmen. Zahl der Produkte und Varianten, Variantengruppen je Artikel, Eigenschaften, Kunden, Bestellungen, Plugins, Zahlungsarten und alle alten Adressen, etwa aus der Sitemap.
  2. Tarif wählen. Nach Zahlungsanbieter, Zahl der Mitarbeiter, Händlerpreisen und Versandtarifen, mit der Tabelle oben.
  3. Shopify-Shop und Theme einrichten. Den neuen Shop anlegen, Theme auswählen und anpassen.
  4. Testlauf. Mit der Demo einer Migrations-App oder einer kleinen CSV-Datei prüfen, ob Varianten, Eigenschaften und Bilder richtig ankommen.
  5. Import in Shopifys Reihenfolge. Bestellbenachrichtigungen aus, dann Produkte, Kunden, Bestellungen. Danach die Benachrichtigungen wieder einschalten.
  6. Daten prüfen. Shopify rät ausdrücklich dazu, denn „Details wie Preis, Gewicht und Inventar können sich auf dein Geschäft auswirken, wenn sie nicht korrekt importiert werden.“
  7. Versand, Steuern, Zahlungen, Testbestellungen. In Shopifys Anleitung sind das die Schritte 4 bis 7.
  8. Weiterleitungen anlegen, dann die Domain umstellen. Danach jede wichtige alte Adresse aufrufen und prüfen, wo sie landet.
  9. Alten Shop abschalten. Liegen im alten Shop Rechnungen oder andere Unterlagen, die Sie aufbewahren müssen, sichern Sie vorher Datenbank und Dateien. Die Abgabenordnung nennt in § 147 Absatz 3 Fristen von zehn, acht und sechs Jahren, für Buchungsbelege acht. Zum Wechsel des Systems steht in Absatz 6: „Sofern noch nicht mit einer Außenprüfung begonnen wurde, ist es im Fall eines Wechsels des Datenverarbeitungssystems oder im Fall der Auslagerung von aufzeichnungs- und aufbewahrungspflichtigen Daten aus dem Produktivsystem in ein anderes Datenverarbeitungssystem ausreichend, wenn der Steuerpflichtige nach Ablauf des fünften Kalenderjahres, das auf die Umstellung oder Auslagerung folgt, diese Daten ausschließlich auf einem maschinell lesbaren und maschinell auswertbaren Datenträger vorhält.“ (§ 147 AO). Welche Unterlagen in Ihrem Shop liegen, wie lange und in welcher Form Sie sie aufbewahren, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung; wir geben hier nur den Gesetzestext wieder. Danach nehmen Sie den alten Shop vom Netz: Für Shopware 5 hatte Shopware Security Updates nur bis Ende Juli 2024 angekündigt (Shopware, Migration 5 zu 6).

Wann sind Shopware 6 oder Bleiben besser als Shopify?

Shopware 6 liegt aus unserer Sicht nahe, wenn Ihr Shop vom eigenen Code lebt: Artikel mit mehr als drei Variantengruppen, eigene Plugins, ein angepasster Checkout oder viele Kundengruppen mit eigenen Preisen. Shopwares Migrationsassistent stellt laut Beschreibung „eine Verbindung von einer Datenquelle (z.B Shopware 5) zu Shopware 6 her“ (SwagMigrationAssistant, composer.json) und überträgt unter anderem Kunden, Bestellungen und SEO-URLs (Shopware, Was wird migriert). Die Adressen von Artikeln und Kategorien können so gleich bleiben. Was der Assistent nicht übernimmt und wovon der Aufwand abhängt, steht in unserem Beitrag zur Migration von Shopware 5 auf 6.

Bleiben kann günstiger sein, wenn der Shop nur noch eine absehbare Zeit laufen soll. Was das Weiterbetreiben von Shopware 5 kostet und wo es endet, steht in unserem Beitrag zum Support-Ende von Shopware 5.

Shopify liegt aus unserer Sicht nahe, wenn der Katalog mit drei Optionen je Produkt auskommt, Shopify Payments für Ihre Kunden passt und Sie Server, Updates und Plugin-Pflege abgeben wollen. Weil sich mit Shopwares Standardvorlagen jede Produkt- und Kategorieadresse ändert, lohnt sich der Umzug nur mit vollständigen Weiterleitungen.

Ihr Shop im kostenlosen Check

Sie wollen wissen, was ein Umzug zu Shopify für Ihren Shop bedeutet, bevor Sie Geld ausgeben? So gehen wir vor:

  1. Kostenloser Check. Sie schicken uns per E-Mail an moritz@pankrates.com Ihre Shopware-Version, die Zahl der Produkte, Varianten, Kunden, Bestellungen und Blogbeiträge, Ihre Zahlungsarten mit Anbieter und den Bestellwert im Jahr, grob aufgeteilt nach Zahlungsart. Dazu kommen ein paar Bildschirmfotos aus dem Plugin-Manager als Anhang, damit wir den Festpreis der Sichtung nennen können. Wo die Angaben stehen, zeigen wir Ihnen. Sie erfahren, was Tarif und Transaktionsgebühren laut Shopifys Preisseite bei Ihren Angaben kosten. Für den Umzug der Daten sagen wir Ihnen, welcher Plan von Next-Cart und Matrixify Ihre Zahl an Produkten, Kunden, Bestellungen und Blogbeiträgen abdeckt und was er laut Store-Seite kostet und was LitExtension laut eigenem Preisrechner verlangt.
  2. Sichtung zum Festpreis. Welche Ihrer Plugins es als App oder im Shopify-Standard gibt, was Theme, Einkaufswelten und eigener Code an Arbeit machen und welche alten Adressen Weiterleitungen brauchen, zeigt erst der Blick in den Shop. Diese Sichtung kostet einen Festpreis, den wir Ihnen nach dem Check nennen. Beauftragen Sie danach den Umzug, rechnen wir ihn darauf an.
  3. Festpreis für den Umzug. Mit dem Ergebnis der Sichtung nennen wir Ihnen den Preis für den Umzug selbst.

Der Check verpflichtet Sie zu nichts. Sie zahlen erst, wenn Sie ein Angebot annehmen.

Kostenlosen Check per E-Mail anfragen

Moritz Rottmann betreut mit Pankrates aus Schonungen bei Schweinfurt Websites und Onlineshops für Betriebe in ganz Deutschland. Alle Zitate und Angaben Dritter stammen aus den verlinkten Quellen, abgerufen am 06.11.2026; das Rechenbeispiel haben wir aus den Preisen und Gebührensätzen der Preisseite berechnet.

Häufige Fragen

Gibt es eine App, die Shopware automatisch zu Shopify migriert?

Von Shopify selbst nicht. Shopifys kostenlose App Store Migration nennt als Quellen Square, WooCommerce, Etsy, Wix, Amazon, eBay, Clover und Lightspeed, Shopware nicht. Im Shopify App Store führen Drittanbieter wie Next-Cart und LitExtension Shopware als Quelle auf ihren Store-Seiten; Next-Cart nennt auf der eigenen Website die Versionen 5.x bis 6.x und neuer. Beide bieten eine kostenlose Demo mit wenigen Datensätzen und rechnen danach in US-Dollar ab. Produkte und Kunden lassen sich auch per CSV-Datei importieren, für Bestellungen nennt Shopify Migrations-Apps und die Schnittstelle.

Behalten meine Kunden ihr Passwort, wenn ich von Shopware zu Shopify wechsle?

Nein. Laut Shopify lassen sich Passwörter nicht per CSV-Datei aus einem anderen Onlineshop übertragen, weil sie außerhalb von Shopify verschlüsselt werden. Ein neu angelegter Shopify-Shop bekommt nur noch Shopifys aktuelle Kundenkonten, und dort brauchen Kunden standardmäßig kein Passwort: Sie geben ihre E-Mail-Adresse ein und bekommen einen sechsstelligen Code. Wer als Kundenprofil importiert wurde, hat laut Shopify bereits ein Konto.

Was kostet Shopify im Monat nach dem Wechsel von Shopware?

Laut Shopifys deutscher Preisseite kosten die Tarife bei jährlicher Zahlung 27 € (Basic), 79 € (Grow) und 289 € (Advanced) im Monat, bei monatlicher Zahlung 36 €, 105 € und 384 €; Plus beginnt bei 2.100 € im Monat. Laut Shopifys AGB kommt die Umsatzsteuer dazu. Wer statt Shopify Payments einen externen Zahlungsanbieter nutzt, zahlt zusätzlich 2 %, 1 % oder 0,6 % Transaktionsgebühr, bei Plus 0,2 %. In Shops, die seit dem 12. Mai 2025 angelegt wurden, kostet auch der mit Geschenkgutschein oder Shop-Guthaben bezahlte Teil einer Bestellung Transaktionsgebühr, selbst mit Shopify Payments. Dazu kommen Apps und die Arbeit für den Umzug.

Verliere ich beim Wechsel zu Shopify meine Google-Rankings?

Shopify führt Produkte immer unter /products/ und Kategorien unter /collections/, die Standardvorlagen von Shopware 5 und 6 erzeugen andere Adressen. Shopifys Anleitung schlägt deshalb vor, für alle wichtigen Seiten Weiterleitungen einzurichten, um das SEO-Ranking zu erhalten. Shopify erlaubt bis zu 100.000 Weiterleitungen, bei Plus bis zu 20.000.000, und leitet nur von Adressen weiter, die im neuen Shop eine Fehlerseite liefern.

Kann ich die Bestellungen aus Shopware in Shopify importieren?

Ja. Für bisherige Bestellungen nennt Shopify Migrations-Apps und die Schnittstelle, einen CSV-Import nennt Shopify dafür nicht. Shopify rät, zuerst Produkte, dann Kunden und dann die Bestellungen zu importieren. Vorher sollten Sie die Bestellbenachrichtigungen ausschalten, sonst bekommt jedes Teammitglied, das Bestellbenachrichtigungen erhält, für jede importierte Bestellung eine E-Mail.

Shopware 6 oder Shopify: was ist besser?

Das hängt am Shop. Shopware 6 liegt nahe, wenn Sie Produkte mit mehr als drei Variantengruppen, eigene Plugins oder einen stark angepassten Checkout haben und jemand den Server betreut; Shopwares Migrationsassistent überträgt dabei auch die SEO-URLs. Shopify liegt nahe, wenn der Katalog mit drei Optionen je Produkt auskommt, Shopify Payments passt und Sie sich nicht mehr um Server und Updates kümmern wollen. Soll Ihr Shop nur noch eine absehbare Zeit laufen, kann auch das Weiterbetreiben von Shopware 5 die günstigere Wahl sein.

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