Kurz gesagt (Stand 04.11.2026): Von Shopware 5 auf 6 führt kein Update: Sie installieren Shopware 6 neu, und der kostenlose Migrationsassistent von Shopware holt die Daten aus dem alten Shop, darunter Produkte, Kunden, Bestellungen, Medien und die SEO-URLs von Artikeln und Kategorien. Template, Einkaufswelten, E-Mail-Vorlagen, SEO-Einstellungen und Daten der B2B-Suite übernimmt er laut Shopware nicht, und Plugins brauchen eine Version für Shopware 6 oder einen Ersatz. Aktuell ist Shopware 6.7.16.0 für PHP 8.2 bis 8.5; der Assistent in Version 19.0.0 läuft nur mit Shopware 6.7. Weil er wiederholt laufen kann und unveränderte Daten überspringt, kann der alte Shop bis zum Umschalten weiterlaufen. Den Aufwand bestimmen Datenqualität, Theme, Plugins, Einkaufswelten und eigener Code.
Warum gibt es kein Update von Shopware 5 auf 6?
Shopwares Dokumentation spricht von einem „Neuanfang“ mit „einem komplett neuen Shop“ (Migration Portal). Auf seiner Migrationsseite begründet Shopware das mit der Technik: „Shopware 6 wartet mit einer komplett neuen und verbesserten System-Infrastruktur auf. Das bedeutet aber auch, dass die Migration von Shopware 5 nicht wie ein einfaches Software-Update mit ein paar Klicks erledigt ist.“ (Shopware, Migration 5 zu 6). Die Daten holt der Migrationsassistent, alles andere bauen Sie im neuen Shop neu.
Laut derselben Seite wollte Shopware die Version 5 bis Ende Juli 2023 mit Fehlerbehebungen und bis Ende Juli 2024 mit Security Updates versorgen. Was das bedeutet und welche Wege es gibt, steht in unserem Beitrag zum Support-Ende von Shopware 5.
Wie funktioniert der Shopware-Migrationsassistent?
Für die Verbindung über die Schnittstelle brauchen Sie zwei Erweiterungen, beide von Shopware entwickelt und beide kostenlos:
- den Migrationsassistenten (SwagMigrationAssistant) im neuen Shopware-6-Shop,
- den Migration Connector (SwagMigrationConnector) im alten Shopware-5-Shop (Migrationsprozess Shopware 5).
Alternativ liest der Assistent direkt aus der Datenbank von Shopware 5. Dann entfällt der Connector, Shopware 6 braucht aber Zugriff auf Datenbank und Verzeichnis des alten Shops.
| Baustein | Stand 04.11.2026 | Quelle |
|---|---|---|
| Migrationsassistent | Version 19.0.0 vom 20.10.2026, für Shopware 6.7.0.0 bis 6.7.16.0, kostenlos | Shopware Store |
| Letzte Version für Shopware 6.6 | 14.1.0 vom 14.03.2025, für 6.6.1.0 bis 6.6.10.31 | Shopware Store, Changelog |
| Migration Connector | für Shopware 5.4.0 bis 5.7.20, kostenlos | Shopware Store |
| Migrationsprofile im Assistenten | Shopware 5.4, 5.5, 5.6 und 5.7 | GitHub, SwagMigrationAssistant |
Für Versionen vor Shopware 5.4 nennt Shopware weder einen passenden Connector noch ein Profil. Läuft Ihr Shop auf einer älteren Version, führt der Weg mit Shopwares Werkzeugen über ein Update auf mindestens 5.4.
Laut Shopware werden durch die Verbindung „keine Daten in Deinem vorhandenen Shop verändert“, eine Datensicherung vorher empfiehlt Shopware trotzdem. Im Backend von Shopware 5 zeigt der Connector außerdem einen „Shopware 6 Update-Check“: welche Voraussetzungen Ihr Server erfüllt und ob Ihre Plugins für Shopware 6 verfügbar sind (Systemvoraussetzungen Migration).
Den Ablauf beschreibt Shopware in seiner Anleitung zum Migrationsprozess, die für Shopware 6 als Quelle geschrieben ist und auf die die Anleitung für Shopware 5 verweist. Danach läuft die Migration „in sechs Schritten“: Daten lesen, Fehlerbehebung, Daten schreiben, Medien herunterladen, Bereinigung und Indexierung.
Laut dieser Anleitung bekommt jeder gelesene Datensatz eine Checksumme, unveränderte Daten migriert der Assistent beim nächsten Lauf nicht noch einmal; werden geänderte Daten nicht übertragen, setzen Sie die Checksummen zurück. Laut Shopwares Anleitung für Shopware 5 lässt sich die Migration so „immer wieder über einen längeren Zeitpunkt“ durchführen, damit die Testinstallation aktuell bleibt.
Die Anleitung zum Migrationsprozess beschreibt den Assistenten ab Version 16.0.0. Mit ihm korrigieren Sie fehlerhafte Datensätze direkt in der Administration von Shopware 6. Manche Fehler lassen sich dort nicht lösen, etwa „eine beschädigte Bilddatei“; die behebt man im alten Shop oder am Server (Fehlerbehebung im Migrationsprozess).
Was übernimmt der Migrationsassistent und was nicht?
Shopware listet auf, was der Assistent automatisch überträgt, was Sie zuordnen und was Sie neu anlegen (Was wird von Shopware 5 auf 6 migriert):
| Bereich | Laut Shopware |
|---|---|
| Kategorien, Kundengruppen, Währungen, Verkaufskanäle, Nummernkreise | automatisch, als Basisdaten Pflicht |
| Produkte mit Eigenschaften, Produktoptionen, Übersetzungen, Cross Selling und Hauptvarianten | automatisch, wählbar |
| Kunden, Versandarten, Bestellungen, Bestelldokumente | automatisch, wählbar |
| Rabatte und Aktionen, Produktbewertungen, Medien | automatisch, wählbar |
| Newsletter-Empfänger, Merkzettel | laut Quellcode ebenfalls wählbar |
| SEO-URLs | automatisch, wählbar (Details im Abschnitt zu Rankings) |
| Freitextfelder | werden zu Zusatzfeldern mit dem Verbindungsnamen |
| Zahlungsarten, Standard-Zahlungsart, Anrede, Lieferzeiten | Zuordnung; vorher in Shopware 6 anlegen |
| Versandkosten | laut Anleitung neu anlegen; laut Quellcode kommen die Preisstaffeln mit, nicht aber die Grenze für versandkostenfreie Lieferung, Staffeln mit prozentualem Faktor und Preise bei eigener Berechnung |
| Einkaufswelten und Shopseiten | nicht übertragbar, neu als Erlebniswelten |
| Template | nicht übertragbar |
| E-Mail-Vorlagen | nicht übertragbar |
| Dokumentvorlagen | neu gestaltet, Briefkopf und Kontodaten neu eintragen |
| Product Streams | nicht übertragbar, neu als dynamische Produktgruppen (Migrations-PDF) |
| SEO-Einstellungen | werden nicht übernommen |
| Daten der B2B-Suite | nicht übertragbar |
Vier Details kosten sonst später Zeit:
- Zuordnungen vorher anlegen: Laut Shopwares Übersicht lassen sich die Felder „selbst wenn du die Migration zurücksetzt“ nicht erneut zuordnen, nur nach Löschen und Neuanlegen der Migration; die Anleitung zum Migrationsprozess nennt dagegen nachträgliche Änderungen unter „Zuweisungen“. Legen Sie Zahlungsarten, Anreden und Lieferzeiten vor dem ersten Lauf an. Laut Quellcode fragt der Assistent außerdem Bestell-, Liefer- und Zahlungsstatus, Newsletter-Status, Zeitzone und eine Standardregel für Versandarten ab.
- Kein Bindestrich im Verbindungsnamen: Die Freitextfelder landen als Zusatzfelder unter dem Namen der Verbindung. Mit Bindestrich werden sie in der Storefront nicht korrekt dargestellt (Migrationsprozess Shopware 5).
- Gekürzte Metadaten: Die Spalte
descriptionauss_articlessowie Meta-Beschreibung und Meta-Keywords der Kategorien werden in Shopware 6 „nach 255 Zeichen abgeschnitten“. - Subshops werden Verkaufskanäle: „Die Migration legt jeden Haupt- und Subshop als eigenen Verkaufskanal in Shopware 6 an.“ Die Domains dieser Verkaufskanäle stellen Sie danach selbst ein.
Behalten meine Kunden ihr Konto und ihr Passwort?
Ihre Kunden sollten sich nach der Migration mit dem bisherigen Passwort anmelden können. Kunden und Bestellungen überträgt der Assistent automatisch, laut Quellcode auch die gespeicherten Passwort-Hashes. Für die älteren Shopware-5-Verfahren MD5 und SHA256 merkt er sich das Verfahren, und Shopware 6 bringt dafür eigene Prüfroutinen mit. Prüfen Sie die Anmeldung im Testlauf mit einem Testkonto, bevor Sie umschalten.
Was wird aus Theme, Plugins und Einkaufswelten?
Theme: Shopware schreibt: „Aus diesem Grund ist es nicht möglich, deine alten Templates weiterzuverwenden oder in Shopware 6 zu migrieren.“ Shopware 6 bringt ein eigenes Template mit, das Sie als Grundlage für ein eigenes Theme nutzen können.
Plugins: Die Liste der übertragenen Daten enthält keine Plugins. Auf die Frage, ob für gekaufte Plugins in Shopware 6 wieder Kosten anfallen, gibt Shopware kein Nein. Die Antwort lautet: „Im Zuge der Migration solltest du prüfen, für welche deiner bisher eingesetzten Erweiterungen es bereits einen Nachfolger oder eine geeignete Alternative gibt oder, ob die entsprechende Funktion bereits im Standard von Shopware 6 enthalten ist.“ (Shopware, FAQ zum Wechsel).
Den Stand je Plugin zeigt der Update-Check. Auf Store-Seiten von Shopware-5-Erweiterungen steht außerdem ein „Shopware 6 Status“, beim Migration Connector etwa „Für diese Erweiterung wird es keinen Nachfolger geben“. Die Daten eines Plugins kommen nur mit, wenn der Anbieter dafür vorsorgt: Manche Drittanbieter bieten laut Shopwares Anleitung zum Migrationsprozess „ein eigenes Migrationsprofil für ihre Erweiterungsdaten an“.
Lizenzen: Für die „lizenztechnische Vorbereitung deiner Shopware 6-Installation“ sieht Shopware eine Migrationsumgebung im Shopware Account vor. Eine neue Migrationsumgebung setzt laut Shopware einen gebuchten Plan voraus, aber: „Nutzer der Community Edition können jederzeit eine Migrationsumgebung erstellen.“ (Shopware 5, Migration). Die Seite zur Migrationsumgebung richtet sich heute an Nutzer von Shopware Professional. Was für Ihre Lizenzen gilt, klären Sie vor dem Start im Shopware Account.
Einkaufswelten: Die Einkaufswelten und Shopseiten aus Shopware 5 heißen in Shopware 6 Erlebniswelten. „Da diese auf einem anderen technischen Gerüst basieren, ist eine Datenübernahme aktuell nicht möglich.“ Jede Einkaufswelt, die Sie behalten wollen, bauen Sie neu.
Welche Systemvoraussetzungen hat Shopware 6?
| Komponente | Shopware 6.7, laut Shopware | Quelle |
|---|---|---|
| Aktuelle Version | 6.7.16.0 vom 02.11.2026 | GitHub Releases |
| PHP | zulässig 8.2, 8.3, 8.4 und 8.5 (8.5 ab 6.7.6), empfohlen 8.4 | composer.json 6.7.16.0, Release 6.7.6.0, Hosting-Leitfaden |
| PHP-Einstellungen | memory_limit mindestens 512M, max_execution_time mindestens 30 s | Hosting-Leitfaden |
| Datenbank | MariaDB ab 10.11.6 oder MySQL ab 8.0.22, empfohlen MariaDB 11.4 oder MySQL 8.4 | Hosting-Leitfaden |
| Node.js | ab 20, empfohlen 24 | Hosting-Leitfaden |
Abgerufen am 28.10.2026 und erneut am 04.11.2026. Shopwares Angaben sind dabei nicht einheitlich: Der Update Guide zu Shopware 6.7 nennt PHP 8.2 bis 8.4, MySQL ab 8.0.17 und MariaDB ab 10.11 und nennt einzelne Versionen als problematisch (MySQL 8.0.20 und 8.0.21, MariaDB 10.11.5 und 11.0.3). Der Hosting-Leitfaden gehört zur aktuellen Entwicklerdoku und verlangt bei der Datenbank mehr; planen Sie die Datenbank nach ihm.
Laut php.net bekommt PHP 8.2 nur noch bis zum 31.12.2026 Sicherheitskorrekturen, PHP 8.3 bis zum 31.12.2027, PHP 8.4 bis zum 31.12.2028 und PHP 8.5 bis zum 31.12.2029. Was das Supportende von PHP 8.2 bei den Hostern kostet, steht in unserem Beitrag zum Supportende von PHP 8.2.
Bei der Shopware-Version spricht alles für 6.7: Die Linie 6.6 bekommt laut Release-Policy nur noch ausgewählte Korrekturen bis zum Erscheinen von 6.8 (zuletzt 6.6.10.31 am 02.11.2026), und der aktuelle Assistent unterstützt nur 6.7. Shopware 6.8 gibt es noch nicht (Stand 04.11.2026); für Hauptversionen nennt Shopware den Takt „Once a year.“ Ein weiteres großes Update steht also an.
Wie halte ich meine Google-Rankings bei der Migration?
Die SEO-URLs von Artikeln und Kategorien übernimmt der Assistent; andere alte Adressen brauchen eigene Weiterleitungen. Shopware selbst rät, die Auswirkungen der Migration „auf SEO, Design und Bestellvorgänge“ vorab zu bedenken (Shopware, Migration 5 zu 6). Im Einzelnen:
- Artikel und Kategorien: Der Assistent übernimmt ihre SEO-URLs. Laut Quellcode wird die bisherige Haupt-URL eines Artikels oder einer Kategorie auch in Shopware 6 die kanonische Adresse. Die Adressen von Artikeln und Kategorien können so gleich bleiben.
- Alle anderen Adressen: Andere URL-Typen überspringt der Assistent laut Quellcode („we can't migrate this seo type from SW5“), und für den Blog von Shopware 5 hat er keine Datenauswahl. Alte Adressen von Shopseiten, Einkaufswelten und Blogartikeln brauchen deshalb Weiterleitungen auf die neuen Seiten.
- Weiterleitung statt Canonical-Hinweis: In den SEO-Einstellungen von Shopware 6 gibt es die Option „Statt Canonical URLs direkt per HTTP 301 auf die aktuellste URL leiten“. Sie gibt bei geänderten URLs eine 301-Weiterleitung aus (SEO-Einstellungen).
- SEO-Einstellungen: „Bitte beachte, dass die SEO-Einstellungen nicht mitübernommen werden.“ Prüfen Sie sie in Shopware 6 von Hand.
Vor dem Umschalten heißt das:
- Eine Liste aller alten Adressen erstellen, etwa aus der Sitemap.
- Jede wichtige Adresse in der Testinstallation aufrufen.
- Für jede, die falsch landet, eine Weiterleitung einrichten.
Wie läuft die Migration Schritt für Schritt ab?
Die Schritte fassen Shopwares Anleitungen zu Migrationsprozess und Livegang zusammen; eigene Empfehlungen sind als solche markiert.
- Bestand aufnehmen. Versionen, Theme, Plugins, Einkaufswelten, Shopseiten, Subshops, Versand- und Zahlungsregeln, Änderungen am Code. Dazu den Update-Check laufen lassen.
- Shopware 6 aufsetzen. Eine neue Installation von Shopware 6.7 auf einem Server, der die Voraussetzungen oben erfüllt. Zahlungsarten, Anreden und Lieferzeiten vor dem ersten Lauf anlegen, ausgestalten erst nach dem fehlerfreien Datenumzug.
- Connector installieren, vorher sichern. Wer ganz sicher gehen will, startet den ersten Versuch an einer Kopie: Shopware schlägt vor, „einfach eine Testumgebung aus deinem 5er-Liveshop zu erstellen und daraus eine Migration zu starten“ (Shopware, FAQ zum Wechsel).
- Verbindung herstellen. In Shopware 6 unter Einstellungen > Erweiterungen > Migration, per Connector mit dem API-Schlüssel eines Shopware-5-Administrators oder direkt über die Datenbank. Den Verbindungsnamen ohne Bindestrich wählen.
- Testlauf. Daten auswählen, Zuordnungen prüfen, Fehler beheben, Protokoll lesen. Danach rät Shopware, die Funktionen beider Shops abzugleichen, etwa Artikeldetailseite und Bestellabschluss.
- Danach neu bauen, was nicht mitkommt. Shopware empfiehlt ausdrücklich, „zuerst die Datenmigration vollständig abzuschließen“, gemeint ist ein fehlerfreier Lauf; muss die Migration sonst zurückgesetzt werden, kann Arbeit an Theme, Zahlungsarten oder Einkaufswelten verloren gehen (Anleitung zum Migrationsprozess). Dann Theme, Erlebniswelten, E-Mail- und Dokumentvorlagen, SEO-Einstellungen, Plugins oder ihr Ersatz und Weiterleitungen. Die übertragenen Versandarten prüfen und nachbauen, was nicht passt (unsere Empfehlung; Shopware verlangt, Versandkosten neu anzulegen).
- Aktuell halten. Mit dem Live-Shop verbunden, wiederholen Sie die Migration, so oft es nötig ist. Der Shopware-5-Shop „kann also während der Migration ganz normal weiterlaufen“; ein aktiver Lauf braucht laut Shopware aber Ressourcen auf dem Server. Den Connector lassen Sie so lange aktiv.
- Livegang. Unsere Empfehlung: ein letzter Lauf unmittelbar vor dem Umschalten, den alten Shop dafür kurz offline, damit keine Bestellung und kein neues Kundenkonto fehlt. Dann laut Shopware den Lizenzierungshost auf die Hauptdomain umtragen, die Domains in den Verkaufskanälen eintragen, die Shopdomain auf das Verzeichnis
/public/der Shopware-6-Installation zeigen lassen und den Shopware-5-Shop in einen Unterordner legen. Unsere Empfehlung: Sperren Sie den alten Shop dort per Passwort oder IP-Freigabe und schalten Sie ihn ab, sobald Sie ihn nicht mehr brauchen; Security Updates hatte Shopware für Shopware 5 nur bis Ende Juli 2024 angekündigt. Danach, wie Shopware rät, Bestellabschlüsse testen, nach unserer Empfehlung mit jeder Zahlungsart. - Migration abschließen. Erst wenn alle Daten stimmen. Beim Abschluss entfernt Shopware die Migrationsdaten aus der Datenbank; danach lassen sich laut Shopware keine Daten mehr über die Migration aktualisieren. Haben Sie im Shopware Account Testlizenzen über den Plugin-Migrationsassistenten gebucht, finalisieren Sie diese Migration vorher.
Wovon hängt der Aufwand ab?
Den Datenumzug übernimmt der Assistent; wie viel Arbeit er macht, hängt an der Datenqualität. Dazu kommt alles, was er nicht überträgt. Diese Punkte entscheiden:
- Das Theme. Wer mit dem mitgelieferten Template von Shopware 6 startet, spart den Neubau; ein eigenes Design entsteht neu.
- Die Plugins. Wie viele es sind, ob es für jedes einen Nachfolger gibt, ob Shopware 6 die Funktion schon im Standard hat und ob die Daten eines Plugins mitkommen müssen.
- Eigene Anpassungen und eigene Plugins. Sie werden für Shopware 6 neu entwickelt oder entfallen.
- Einkaufswelten und Shopseiten. Jede wird als Erlebniswelt neu angelegt.
- Versand- und Zahlungsregeln. Was bei Versandarten fehlt, steht in der Tabelle oben. Wegen technischer Änderungen, unter anderem des Rule Builders, verlangt Shopware ohnehin, Versandkosten neu anzulegen, und rät, Zahlungsarten zu prüfen.
- Datenqualität. Fehlerhafte Datensätze halten den Lauf an, bis sie korrigiert sind.
Shopware schreibt: „Der Shopware Support begleitet eine Migration nicht und führt diese auch nicht durch.“ Bei Fragen und technischen Problemen hilft er laut Shopware, Kunden der Community Edition sind vom technischen Support aber ausgeschlossen (Shopware, FAQ zum Wechsel). Für komplexe Abläufe empfiehlt Shopware eine Partneragentur, hält die Migration aber auch in Eigenregie für machbar, „vorausgesetzt dein Team hat das technische Know-how“ (Shopware, Migration 5 zu 6).
Nutzt Ihr Shop das Standard-Template, wenige Plugins mit Nachfolger und keine Einkaufswelten, und kennen Sie sich mit Servern aus, spricht aus unserer Sicht wenig gegen Eigenregie. Testlauf und Liste der alten Adressen bleiben trotzdem nötig.
Wann ist ein anderes System die bessere Wahl?
Der Shop entsteht ohnehin neu, ein Vergleich lohnt also. Der Migrationsassistent verbindet eine Datenquelle mit Shopware 6; für ein anderes Zielsystem hilft er nicht.
Shopware 6 liegt aus unserer Sicht nahe, wenn Sie im Shopware-Umfeld bleiben wollen und jemand den Shop technisch betreut. Die Community Edition kommt laut Shopware ohne Lizenzgebühr.
Für Shopware Account und Store gilt laut Shopwares Preisseite aber eine Fair Usage Policy: „Wenn die mit deinem Account verknüpften Shops in den vorangegangenen 365 Tagen einen Bruttowarenwert (GMV) von mehr als 1 Million € erzielen, benötigst du einen kostenpflichtigen Plan, um den Zugriff zu behalten.“ Die Software selbst bleibt nutzbar, gekaufte Erweiterungen laufen weiter. Gemietete Erweiterungen laufen laut Shopware nur bis zum Ende der Vertragslaufzeit, und ohne Account gibt es weder neue Erweiterungen noch Updates für Plugins aus dem Store. Den Bruttowarenwert müssen laut Shopware alle Nutzer der Community Edition mindestens einmal im Jahr melden (Fair Usage Policy).
Die Pläne beginnen laut derselben Preisseite bei 600 € im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer und richten sich nach dem Bruttowarenwert; Preise für SaaS und PaaS nennt Shopware auf Anfrage. Wer selbst hostet, ist laut Release-Policy für Updates selbst zuständig, und Minor-Versionen erscheinen monatlich.
Ein anderes System liegt nahe, wenn Ihr Shop klein ist, das Design ohnehin neu soll und Sie sich nicht mehr um Server und Updates kümmern wollen. Dann gehören gehostete Shopsysteme in den Vergleich.
Ihr Shop im kostenlosen Check
Sie wollen wissen, was die Migration für Ihren Shop bedeutet, bevor Sie Geld ausgeben? So gehen wir vor:
- Kostenloser Check. Sie schicken uns per E-Mail an moritz@pankrates.com Shopware-Version, PHP-Version und Hoster, dazu die Liste der installierten Plugins und die Angabe, ob Sie ein eigenes Theme und Einkaufswelten nutzen. Für die Plugins reicht ein Bildschirmfoto aus dem Plugin-Manager; wo die Angaben stehen, zeigen wir Ihnen. Sie erfahren, ob der Migrationsassistent Ihre Shopware-5-Version unterstützt, welche der Punkte oben nach Ihren Angaben auf Ihren Shop zutreffen und ob danach etwas gegen eine Migration in Eigenregie spricht.
- Sichtung zum Festpreis. Was Theme, Plugins, Einkaufswelten und eigener Code an Arbeit machen, zeigt erst der Blick in den Shop. Dabei prüfen wir auch, für welche Ihrer Plugins es einen Nachfolger für Shopware 6 gibt. Diese Sichtung kostet einen Festpreis, den wir Ihnen nach dem Check nennen. Beauftragen Sie danach die Migration, rechnen wir ihn darauf an.
- Festpreis für die Migration. Mit dem Ergebnis der Sichtung nennen wir Ihnen den Preis für die Migration selbst.
Der Check verpflichtet Sie zu nichts. Sie zahlen erst, wenn Sie ein Angebot annehmen.
Kostenlosen Check per E-Mail anfragen
Moritz Rottmann betreut mit Pankrates aus Schonungen bei Schweinfurt Websites und Onlineshops für Betriebe in ganz Deutschland. Alle Zahlen, Daten und Zitate in diesem Beitrag stammen aus den verlinkten Quellen, abgerufen am 28.10.2026, Versionsstände von Shopware 6 und des Migrationsassistenten, PHP-Spanne, Systemanforderungen, Preise und PHP-Fristen erneut am 04.11.2026.
Häufige Fragen
Kann ich Shopware 5 einfach auf Shopware 6 updaten?
Nein. Shopware schreibt selbst, dass die Migration von Shopware 5 nicht wie ein einfaches Software-Update mit ein paar Klicks erledigt ist. Sie installieren Shopware 6 neu und holen die Daten mit dem kostenlosen Migrationsassistenten aus dem alten Shop. Template und Einkaufswelten übernimmt der Assistent nicht. Versandarten überträgt er laut Quellcode mit ihren Preisstaffeln, aber ohne die Grenze für versandkostenfreie Lieferung, ohne Staffeln mit prozentualem Faktor und ohne Preise bei eigener Berechnung; Shopwares Anleitung verlangt ohnehin, die Versandkosten neu anzulegen. Plugins brauchen eine Version für Shopware 6 oder einen Ersatz.
Was übernimmt der Shopware-Migrationsassistent von Shopware 5?
Laut Shopware Kategorien, Kundengruppen, Währungen, Verkaufskanäle und Nummernkreise als Pflichtteil, dazu nach Wahl Produkte mit Eigenschaften, Varianten und Übersetzungen, Kunden, Versandarten, Bestellungen und Bestelldokumente, Rabatte und Aktionen, Produktbewertungen, Medien und SEO-URLs. Zahlungsarten, Anreden und Lieferzeiten ordnen Sie während der Migration zu. Nicht übernommen werden Template, Einkaufswelten und Shopseiten, E-Mail-Vorlagen, SEO-Einstellungen und Daten der B2B-Suite. Versandkosten soll man laut Shopware trotzdem neu anlegen.
Was kostet die Migration von Shopware 5 auf 6?
Der Migrationsassistent und der Migration Connector kosten im Shopware Store nichts, und die Community Edition von Shopware 6 hat keine Lizenzgebühr. Liegt der Bruttowarenwert Ihrer Shops über 1 Million € im Jahr, verlangt Shopware für den Zugang zu Shopware Account und Store aber einen Plan ab 600 Euro im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer; melden müssen ihn alle Nutzer der Community Edition mindestens einmal im Jahr. Für die Shopware-6-Versionen Ihrer Plugins können je nach Anbieter neue Lizenz- oder Mietkosten anfallen. Dazu kommt die Arbeit für alles, was der Assistent nicht überträgt: Theme, Ersatz für Plugins, Einkaufswelten und eigene Anpassungen. Einen seriösen Festpreis gibt es erst nach einem Blick auf Theme, Plugins und Code.
Bleiben meine Google-Rankings bei der Migration auf Shopware 6 erhalten?
Der Assistent übernimmt die SEO-URLs von Artikeln und Kategorien, und laut Quellcode wird die bisherige Haupt-URL wieder die kanonische Adresse. Andere Adressen, etwa von Shopseiten, Einkaufswelten und Blogartikeln, brauchen eigene Weiterleitungen. Die SEO-Einstellungen übernimmt Shopware nicht, und einige Metadaten von Artikeln und Kategorien werden nach 255 Zeichen abgeschnitten. Prüfen Sie vor dem Umschalten jede wichtige alte Adresse in der Testinstallation.
Welche PHP-Version braucht Shopware 6?
Shopware 6.7.16.0, die aktuelle Version am 04.11.2026, erlaubt laut composer.json PHP 8.2, 8.3, 8.4 und 8.5. Shopwares Hosting-Leitfaden empfiehlt PHP 8.4. PHP 8.2 bekommt laut php.net nur noch bis zum 31.12.2026 Sicherheitskorrekturen, PHP 8.4 bis zum 31.12.2028. Für einen neuen Shop ist PHP 8.4 deshalb die naheliegende Wahl.
Kann der Shopware-5-Shop während der Migration weiterlaufen?
Ja. Laut Shopware verändert die Verbindung keine Daten im bestehenden Shop, und der Shopware-5-Shop kann während der Migration normal weiterlaufen. Eine Einschränkung nennt Shopware: Ein aktiver Lauf braucht Ressourcen auf dem Server. Solange die Verbindung besteht, holen Sie geänderte und neue Daten mit einem weiteren Lauf nach. Erst wenn Sie die Migration abschließen, entfernt Shopware die Migrationsdaten, danach ist kein Nachholen mehr möglich.
Kontakt
Fragen zu Ihrem Fall?
Sie bekommen eine Einschätzung, ob sich das lohnt, und wenn nicht, sagen wir das auch.