Kurz gesagt (Stand 01.11.2026):
- WordPress 7.0 und 7.1 laufen laut WordPress-Kernteam mit PHP 7.4 bis 8.5, empfohlen ist PHP 8.3 oder höher.
- WooCommerce empfiehlt ebenfalls 8.3 oder höher, nennt auf seiner Anforderungsseite PHP 8.4 als höchste getestete Version und verlangt ab Version 11.6, geplant für Februar 2027, mindestens PHP 8.1.
- PHP 8.2 bekommt vom PHP-Projekt nur noch bis zum 31.12.2026 Sicherheitskorrekturen.
- Ob Ihre Seite die neue Version verträgt, entscheiden die Versionen von WordPress und WooCommerce, Theme, Plugins und eigener Code; das zeigt nur ein Test an einer Kopie.
- Die Umstellung selbst ist bei IONOS, Strato, All-Inkl und webgo eine Einstellung im Kundenbereich, außer bei IONOS Managed WordPress, dort stellt IONOS selbst um.
Welche PHP-Version brauchen WordPress und WooCommerce?
Für die aktuellen Versionen gilt laut Hersteller:
| Software | läuft laut Hersteller mit | empfohlen |
|---|---|---|
| WordPress 7.0 und 7.1 (aktuell 7.1.4) | PHP 7.4 bis 8.5 | PHP 8.3 oder höher |
| WooCommerce 11.2 (aktuell 11.2.1) | ab PHP 7.4, getestet bis 8.4 | PHP 8.3 oder höher |
| WooCommerce ab 11.6 (geplant Februar 2027) | ab PHP 8.1 | PHP 8.3 oder höher |
Quellen: WordPress Core Handbook, WordPress-Anforderungen, WordPress-Versionsabfrage, WooCommerce-Anforderungen, WooCommerce im Plugin-Verzeichnis, WooCommerce zu Version 11.6, abgerufen am 28.10.2026, erneut am 01.11.2026.
Bei WooCommerce weichen die Angaben voneinander ab. Die Anforderungsseite für Händler (Stand 25.05.2026) nennt „tested up to PHP 8.4“, die Entwicklerdokumentation führt PHP 8.5 als „Latest supported by WooCommerce“ in den automatischen Tests, und die Beschreibung im Plugin-Verzeichnis nennt noch „PHP 8.0 oder höher empfohlen“.
Auch die Hoster empfehlen Unterschiedliches. IONOS verweist auf den Hersteller: „Wir empfehlen Ihnen, nur die vom Hersteller Ihrer Website-Software empfohlenen PHP-Versionen zu verwenden“ (IONOS-Hilfe). Strato: „Momentan wird mindestens PHP 8.4 empfohlen“ (Strato-FAQ). webgo empfiehlt „für die meisten Websites“ PHP 8.3, nennt aber „die aktuellste kompatible Version die eindeutig bessere Wahl“ (webgo-Blog).
Die Zielversion bestimmt, wie lange die Umstellung trägt:
| PHP-Version | Sicherheitskorrekturen vom PHP-Projekt bis |
|---|---|
| 8.2 | 31.12.2026 |
| 8.3 | 31.12.2027 |
| 8.4 | 31.12.2028 |
| 8.5 | 31.12.2029 |
Quelle: php.net/supported-versions, abgerufen am 28.10.2026.
Welche Hoster für PHP 8.2 ab 2027 schon Preise nennen und was IONOS und Strato dazu sagen, steht in unserem Beitrag zum Supportende von PHP 8.2.
Unsere Empfehlung: die höchste Version, die WordPress, WooCommerce und alle Ihre Plugins laut Hersteller tragen und die Ihr Hoster anbietet. Für einen WooCommerce-Shop ist das nach der Anforderungsseite PHP 8.4, sofern Theme und Plugins mitgehen. All-Inkl führt auf seiner Seite zum angekündigten Betriebssystemupdate PHP 8.3 als höchste Version (All-Inkl); welche Versionen Ihr Paket anbietet, zeigt die Auswahl im KAS.
Was passiert, wenn ich bei der alten PHP-Version bleibe?
Neben dem Sicherheitsrisiko bleiben irgendwann auch die Updates für Ihre Plugins aus. WooCommerce schreibt dazu (WooCommerce, 29.09.2026): „WordPress normally prevents an update to a plugin version if your server does not meet the declared PHP requirement.“ Das gilt für Plugins, die ihre PHP-Mindestversion im Feld „Requires PHP“ angeben (Quellcode von WordPress 7.1); bei gekauften Plugins mit eigenem Update-Weg hängt es vom Hersteller ab.
Bei WooCommerce soll es im Februar 2027 so weit sein: Ein Shop auf PHP 7.4 oder 8.0 bleibt bei Version 11.5 stehen, sobald 11.6 erscheint. Einen Hinweis darauf zeigt WooCommerce ab Version 11.3, geplant für die Woche ab dem 9. November 2026 (WooCommerce, 29.09.2026, WooCommerce 11.3).
Bei 11.5 zu bleiben, ist laut WooCommerce nur eine Übergangslösung: Auf ältere Versionen überträgt WooCommerce in der Regel nur „fixes for vulnerabilities rated CVSS 9 or higher“.
Wie finde ich heraus, welche PHP-Version meine Seite nutzt?
Sie finden die Version an drei Stellen:
- In WordPress: Werkzeuge > Website-Zustand, Tab „Bericht“, Abschnitt „Server“, Zeile „PHP-Version“ (WordPress.org).
- In WooCommerce: WooCommerce > Status, Bereich „Server-Umgebung“, Zeile „PHP-Version“ (WooCommerce).
- Im Kundenbereich des Hosters: bei IONOS, All-Inkl und webgo je Domain oder Subdomain. IONOS etwa erlaubt ausdrücklich, mehreren Domains „unterschiedliche PHP-Versionen“ zuzuweisen.
Maßgeblich ist die Anzeige in WordPress, denn sie zeigt die Version, mit der WordPress tatsächlich ausgeführt wird. Der Kundenbereich zeigt die Einstellung, und die kann eine .htaccess-Datei übersteuern. All-Inkl schreibt zur .htaccess: „Diese hat Vorrang gegenüber den Einstellungen im KAS (technische Verwaltung)“ (All-Inkl).
Verlassen Sie sich nicht auf die Warnungen von WordPress. WordPress fragt bei einer Schnittstelle von WordPress.org nach, ob die PHP-Version noch Sicherheitsupdates bekommt; so beschreibt der Quellcode das Feld „is_secure“. Für PHP 8.1 und 8.2 meldete die Schnittstelle am 28.10.2026 „is_secure“ und „is_acceptable“ als wahr.
In unserer Testinstallation (WordPress Playground mit WordPress 7.1.3, 28.10.2026) stand deshalb nur unter den empfohlenen Verbesserungen des Website-Zustands, eingeordnet unter „Leistung“: „Deine Website wird mit einer älteren PHP-Version (8.1.34) ausgeführt, die aktualisiert werden sollte“. WordPress-Meldungen zitieren wir in der Sprache „Deutsch“; unter „Deutsch (Sie)“ steht „Ihre“ statt „Deine“ und „Prüfen Sie bitte“ statt „Prüfe bitte“.
Einen eigenen PHP-Kasten zeigte das Dashboard nicht. Der Kasten „Website-Zustand“ stand auf „Verbesserungswürdig“, wegen zweier kritischer Punkte der Testumgebung selbst, und verwies allgemein auf „8 Einträge“ in der Ansicht Website-Zustand.
„PHP-Aktualisierung erforderlich“ zeigt WordPress laut Quellcode erst unter PHP 8.0. Dabei endete der Sicherheitssupport des PHP-Projekts für PHP 8.1 am 31.12.2025 (php.net/eol).
Wie prüfe ich Plugins und Theme auf PHP-Kompatibilität?
Zuerst sichern, dann aktualisieren. Die Anleitungen von WordPress.org und IONOS beginnen beide mit einer Sicherung, IONOS ausdrücklich von „Dateien und Datenbank“. Danach kommt das Aktualisieren: WordPress.org nennt als Schritt „WordPress, Themes und Plugins aktualisieren“, IONOS begründet es: „Je älter Ihre WordPress-Version ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass der verwendete PHP-Code nicht mehr mit der neuen PHP-Version kompatibel ist.“ (WordPress.org, IONOS-Hilfe).
Die Tabelle oben gilt für WordPress ab 7.0 und WooCommerce ab 10.8. WordPress 6.9 reicht laut Kernteam ebenfalls bis PHP 8.5, 6.7 und 6.8 bis 8.4, 6.4 bis 6.6 bis 8.3.
Sind WordPress und WooCommerce aktuell, bleiben Theme und Plugins. Drei Wege helfen bei der Prüfung, jeder mit einer Lücke.
1. Das Plugin-Verzeichnis. IONOS rät, auf der WordPress-Pluginseite „nach Hinweisen zu den unterstützten PHP-Versionen zu suchen“. Im Feld „PHP-Version“ steht dort aber nur eine Untergrenze, bei WooCommerce etwa „7.4 oder höher“, und „Getestet bis“ bezieht sich auf WordPress. Ein Feld für die höchste unterstützte PHP-Version sehen die Vorgaben von WordPress nicht vor. Als Warnsignal taugt das Verzeichnis trotzdem: Steht dort, das Plugin sei „nicht mit den 3 neuesten Hauptversionen von WordPress getestet“, wird es womöglich nicht mehr gepflegt.
2. Der PHP Compatibility Checker. WordPress.org empfiehlt auf derselben Anleitung dieses Plugin. Auf der Pluginseite steht inzwischen: „PHP Compatibility Checker is no longer actively maintained.“ Es prüft laut Beschreibung „for compatibility up to PHP 8.0“, kann Plugins und Themes, die nicht auf WordPress.org liegen, nicht prüfen und „cannot detect runtime compatibility issues“ (Pluginseite). Für den Schritt auf PHP 8.3 oder 8.4 und für gekaufte Themes und Plugins taugt es damit nicht.
Entwickler nutzen PHP_CodeSniffer mit dem Regelwerk PHPCompatibilityWP. Dessen stabile Fassung 2.1.8 baut noch auf PHPCompatibility 9 auf, zuletzt 9.3.5 vom 27.12.2019; neue Regeln für PHP 8.0 bis 8.4 führt erst PHPCompatibility 10 auf, das es nur als Vorabversion gibt (Stand 01.11.2026: 10.0.0-alpha2, Releases). Auch dieses Werkzeug liest den Code nur.
3. Die Hersteller fragen. Notieren Sie jedes aktive Plugin mit Version und das Theme, bei WooCommerce dazu jede Zahlungs- und Versanderweiterung. Bei Plugins aus WordPress.org hilft das Änderungsprotokoll, bei gekauften Erweiterungen der Anbieter.
Bei WooCommerce kommt ein vierter Blick dazu: Der Abschnitt „Templates“ unter WooCommerce > Status zeigt die Dateien, mit denen Ihr Theme WooCommerce-Seiten überschreibt, und ob sie veraltet sind (WooCommerce). Auch dieser Code muss mit der neuen Version laufen.
Wie teste ich die neue PHP-Version an einer Kopie (Staging)?
WooCommerce empfiehlt, die PHP-Umstellung an einer Kopie des Shops durchzuspielen und dort zu prüfen: „checkout and payment methods, shipping and tax calculations, order management, scheduled jobs, your theme, extensions, and custom code“ (WooCommerce).
Die Kopie entsteht als Testumgebung (Staging) beim Hoster, über ein Plugin oder, wie Strato es beschreibt, in einem eigenen Ordner mit Subdomain: „Anschließend können Sie per .htaccess in dem Ordner auf die aktuelle Version umstellen“ (Strato-FAQ). Eine andere Strato-Seite schränkt das ein: Ihre Anleitung zur .htaccess endet zwar mit „Die manuelle Änderung auf die höhere PHP-Version ist nun abgeschlossen.“, die Änderung funktioniere aber nur, „wenn eine niedrigere Version eingestellt ist als im Kunden-Login hinterlegt“ (Strato).
Drei Punkte entscheiden, ob der Test etwas aussagt:
- Die Kopie braucht ihre eigene Adresse. WordPress speichert seine Adresse in den Einstellungen „WordPress-Adresse (URL)“ und „Website-Adresse (URL)“ (WordPress-Handbuch). Wer Dateien und Datenbank nur kopiert, landet beim Aufruf der Subdomain womöglich auf der Live-Seite und testet unbemerkt die alte PHP-Version. Prüfen Sie auf der Kopie unter Website-Zustand, welche PHP-Version dort läuft, bei Strato also auch, ob die
.htaccessgreift. - Die Kopie darf keine echten Kunden erreichen. WooCommerce Subscriptions schaltet automatische Zahlungen und Abo-E-Mails ab, wenn sich die Adresse ändert; wurde die Erweiterung aber zuerst auf der Kopie aktiviert, läuft sie dort im Live-Modus (WooCommerce Subscriptions). Stellen Sie Zahlungsarten auf der Kopie in den Testmodus und prüfen Sie, welche Erweiterungen dort E-Mails verschicken.
- Fehler im Hintergrund sichtbar machen. Tragen Sie auf der Kopie wie im WordPress-Handbuch
WP_DEBUGundWP_DEBUG_LOGalstrueundWP_DEBUG_DISPLAYalsfalseein. Dann schreibt WordPress alle Fehler in eine Dateidebug.log, meist unterwp-content/debug.log, auch solche, die „during an AJAX request or wp-cron run“ entstehen, also etwa in der Kasse oder bei geplanten Aufgaben, und zeigt sie nicht auf der Seite an. Diese Werkzeuge „are meant for local testing and staging installs“. Mit dieser Einstellung meldete der Website-Zustand in unserer Testinstallation das Protokoll als kritisches Problem: „Deine Website ist so eingestellt, dass sie Fehler in einer potenziell öffentlich zugänglichen Datei protokolliert“. Schalten Sie es nach dem Test ab und löschen Sie die Datei.
Wie ändere ich die PHP-Version bei IONOS, Strato, All-Inkl und webgo?
Bei allen vier Hostern ist die Umstellung eine Einstellung im Kundenbereich, bei IONOS, All-Inkl und webgo je Domain oder Subdomain, bei Strato in der Paketübersicht:
| Hoster | Weg laut Hilfeseite | Was der Hoster dazu schreibt |
|---|---|---|
| IONOS | Menü > Hosting, Kachel „PHP“ > „Verwalten“, Domain anklicken, Version wählen, „Speichern“ | „Dies kann einen Moment dauern.“ Bei Problemen zurück zur vorherigen Version. Bei Managed WordPress und MyWebsite verwaltet IONOS die Version selbst |
| Strato | Kunden-Login, Paket wählen, „Datenbanken und Webspace“ > „PHP-Version einstellen“ | wählbar sind 8.2, 8.3, 8.4 und 8.5; zur .htaccess widersprüchliche Angaben, siehe Abschnitt zur Kopie |
| All-Inkl | KAS (technische Verwaltung), Domain oder Subdomain anklicken, unter „PHP-Version“ wählen, „speichern“ | „Nach einigen Minuten“ testen; bei Fehlermeldungen eine andere Version wählen; .htaccess hat Vorrang |
| webgo | Kundenportal, Vertragsmenü, „Domains“, Zahnrad-Symbol, Spalte „PHP Version“, wählen, speichern | Die Einstellung unter „Webserver“ gilt nur für neue Domains; ein optionaler Apache-Neustart kann die Seite kurz unerreichbar machen |
Quellen: IONOS, Strato, All-Inkl, webgo je Domain, webgo Voreinstellung, abgerufen am 28.10.2026.
Zwei Fallen gibt es beim Umstellen. Die erste steht in der Tabelle: Bei webgo stellt die Einstellung unter „Webserver“ laut webgo nichts um: „Die dort ausgewählte PHP-Version ändert nicht die PHP-Version Ihrer bereits bestehenden Domains oder Subdomains.“
Die zweite steckt bei Strato, das auf derselben Seite beides schreibt: Nach der Umstellung und dem Beenden des Kunden-Logins könnten Sie „nicht mehr auf die veraltete PHP-Version zurückstellen“, nach dem Deaktivieren des Extended Supports aber „innerhalb der Supportlaufzeit auf die alte PHP-Version wechseln“ (Strato-FAQ). Rechnen Sie nicht mit dem Rückweg und testen Sie vorher. Heute betrifft das PHP 8.1 und älter; da Strato den Extended Support „jeweils zeitnah zum Ende des Supports durch die PHP-Community“ startet, wird nach dem 31.12.2026 voraussichtlich auch PHP 8.2 dazugehören. Wechseln Sie bei Strato deshalb am besten noch 2026.
Stellen Sie jede Domain und Subdomain um, prüfen Sie danach unter Website-Zustand, ob WordPress die neue Version meldet, und testen Sie nicht nur die Startseite.
Was kann nach dem PHP-Update schiefgehen?
| Was Sie sehen | Was dahintersteckt | Was Sie tun |
|---|---|---|
| auf der Website „Auf dieser Website ist ein kritischer Fehler aufgetreten.“, im Adminbereich und auf der Anmeldeseite „Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website. Prüfe bitte den Posteingang …“ | ein schwerer PHP-Fehler in Plugin, Theme, eigenem Code oder einer zu alten WordPress-Version | den Adminbereich aufrufen und die E-Mail an die administrative Adresse öffnen; kommt keine, kann der Fehler außerhalb von Plugins und Themes liegen. Für Besucher sofort die alte PHP-Version einstellen, soweit der Hoster sie noch anbietet |
| Meldungen mit dem Wort „Deprecated“ auf der Seite | Hinweise auf Code, der in künftigen PHP-Versionen nicht mehr funktioniert; die Anzeige von Fehlern ist eingeschaltet | Anzeige abschalten, Hinweise ins Protokoll schreiben lassen, beim Hersteller ein Update anfragen |
| Startseite läuft, Kasse, Formular oder Zahlungsart nicht | Fehler in Hintergrundabläufen erscheinen nicht auf der Seite | debug.log auf der Kopie lesen, Ablauf gezielt nachstellen |
| „Es ist eine neue Version von … verfügbar, die jedoch mit deiner PHP-Version nicht kompatibel ist.“ | umgekehrter Fall: PHP ist zu alt für die neue Plugin-Version | erst PHP umstellen, dann das Plugin aktualisieren |
Quellen: Testinstallation mit WordPress Playground (WordPress 7.1.3, PHP 8.2, 28.10.2026), Quellcode zum Wiederherstellungsmodus, deutsche WordPress-Texte zum Fehler und zum gesperrten Update, php.net zu E_DEPRECATED, abgerufen am 28.10.2026.
Die E-Mail zum Wiederherstellungsmodus kommt laut Quellcode von WordPress 7.1 nur, wenn der Fehler aus einem Plugin oder Theme stammt und beim Aufruf der Anmeldeseite oder des Adminbereichs auftritt, und höchstens einmal am Tag. Ihr Betreff lautet „[Name der Website] Deine Website hat ein technisches Problem“. In unserer Testinstallation mit einem fehlerhaften Plugin löste der Aufruf der Startseite keinen Versandversuch aus, der erste Aufruf des Adminbereichs genau einen.
Rufen Sie nach der Umstellung deshalb selbst den Adminbereich auf, statt auf eine Mail zu warten. Sie geht an die administrative E-Mail-Adresse unter Einstellungen > Allgemein; prüfen Sie vorher, ob dort ein Postfach steht, das jemand liest.
Wie groß das Risiko ist, hängt vom Abstand ab: Wer von PHP 7.4 kommt, überspringt PHP 8.0. Dort hat das PHP-Projekt unter anderem create_function() und each() entfernt, und „A number of warnings have been converted into Error exceptions“ (php.net, Migration auf 8.0). Alter Plugin-Code mit diesen Funktionen bricht dann ab.
Wie komme ich zur alten PHP-Version zurück (Downgrade)?
Der schnellste Rückweg ist der Schalter beim Hoster. Bei IONOS können Sie „wieder zur vorherigen PHP-Version zurückkehren“ (IONOS-Hilfe); bis sie wieder aktiv ist, kann es laut IONOS „einige Minuten dauern“ (IONOS-Hilfe zu WordPress). All-Inkl rät bei Fehlermeldungen, „eine andere der weiterhin angebotenen PHP-Versionen“ zu wählen; PHP 7.0 bis 7.3 und 8.0 entfallen dort mit dem angekündigten Betriebssystemupdate (All-Inkl), laut englischer Fassung auch PHP 8.1. Für Strato gelten die widersprüchlichen Angaben von oben.
Die Sicherung vom Anfang ist der zweite Rückweg. WordPress.org weist auf einen Haken hin: Wer die Sicherung zurückspielen will, braucht dafür auch die alte PHP-Version wieder (WordPress.org). In einem Shop kommt ein zweiter dazu: Eine zurückgespielte Datenbank kennt nur die Bestellungen und Kunden bis zum Zeitpunkt der Sicherung. Stellen Sie deshalb bei einem Fehler zuerst die PHP-Version zurück, und stellen Sie zu einer Zeit mit wenig Bestellungen um.
Selbst machen, Hilfe holen oder Zeit kaufen: Was passt zu Ihrer Seite?
Die Umstellung übernimmt der Hoster bei IONOS Managed WordPress und MyWebsite. Dort ist laut IONOS „eine Änderung der PHP-Version nicht möglich“ (IONOS-Hilfe); bei Managed Hosting für WordPress aktualisiert IONOS laut eigener Hilfe auch die verwendete PHP-Version (IONOS-Hilfe zum Extended Support). Ausnahmen laut IONOS: zusätzliche WordPress-Installationen in der Standardversion und Domains, die nicht mit der Managed-Installation verbunden sind.
Selbst machen können Sie es, wenn Ihre Seite nur Plugins und ein Theme aus WordPress.org nutzt, alles aktuell ist, niemand am Code etwas geändert hat und Sie eine Kopie anlegen können. Dann spricht aus unserer Sicht wenig für einen Dienstleister; Sicherung und Test an der Kopie bleiben trotzdem nötig.
Ein Plugin oder Theme ist die eigentliche Grenze, wenn es auf der Kopie Fehler wirft und kein Update in Sicht ist. Dann bleiben drei Wege: das Plugin ersetzen (WordPress.org rät, nach Plugins „mit ähnlicher Funktionalität“ zu suchen), den Code anpassen lassen oder die alte PHP-Version eine Zeit lang behalten, bei IONOS, Strato und webgo gegen Aufpreis. All-Inkl stellt PHP 7.0 bis 7.3 und 8.0 beim Betriebssystemupdate selbst um, laut englischer Fassung auch PHP 8.1.
Nicht lohnen kann sich der Aufwand, wenn die Seite ohnehin bald neu gebaut oder umgezogen wird. Der Extended Support des Hosters kauft bis dahin Zeit für PHP, korrigiert aber kein Plugin; welche Hoster dafür schon Preise nennen, steht im Beitrag zum Supportende von PHP 8.2.
Hilfe lohnt sich, wenn eines davon zutrifft:
- Sie nutzen ein gekauftes Theme oder gekaufte Plugins, für die Sie keine Updates mehr bekommen.
- Jemand hat im Theme oder in Plugins Code angepasst, oder WooCommerce > Status zeigt überschriebene Templates.
- Ihr Shop hat Abos, mehrere Zahlungs- und Versandanbindungen oder Schnittstellen zu Warenwirtschaft und Marktplätzen.
- Die Seite läuft noch mit PHP 7.4 und muss über PHP 8.0 hinweg.
- Sie können keine Kopie anlegen, und ein Ausfall der Kasse kostet Sie mehr als die Hilfe.
Einen seriösen Festpreis gibt es erst, wenn Theme, Plugins und Anpassungen bekannt sind.
Ihre Seite im kostenlosen Check
Sie wollen wissen, was die Umstellung für Ihre Seite bedeutet, bevor Sie Geld ausgeben? So gehen wir vor:
- Kostenloser Check. Sie erfahren, welche PHP-Versionen WordPress und WooCommerce in Ihrer Version laut Hersteller unterstützen, soweit veröffentlicht, ob vorher ein Update von WordPress oder WooCommerce nötig ist, welche Fristen Ihr Hoster nennt und ob nach Ihren Angaben etwas gegen eine Umstellung in Eigenregie spricht. Dafür schicken Sie uns den Namen Ihres Hosters und den Bericht aus WordPress: Unter Werkzeuge > Website-Zustand > Bericht klicken Sie auf „Bericht in die Zwischenablage kopieren“ und fügen den Text in eine E-Mail an moritz@pankrates.com ein. Bei Shops kommt der Bericht aus WooCommerce > Status dazu („Den Systemreport abrufen“); wo das steht, zeigen wir Ihnen. Spricht nach Ihren Angaben nichts gegen die Umstellung in Eigenregie, können Sie mit den Schritten oben selbst starten.
- Sichtung zum Festpreis. Welche Anforderungen Ihre Plugins und Ihr Theme laut Hersteller angeben, welche Probleme die Hersteller bekannt geben und ob im Code etwas angepasst wurde, zeigt erst der Blick in die Seite. Welche PHP-Version Ihre Seite tatsächlich trägt, zeigt nur der Test an einer Kopie; er gehört zur Umstellung. Die Sichtung von Theme, Plugins und Code kostet einen Festpreis, den wir Ihnen nach dem Check nennen. Beauftragen Sie danach die Umstellung, rechnen wir ihn darauf an.
- Festpreis für die Arbeit. Mit dem Ergebnis der Sichtung nennen wir Ihnen den Preis für die Umstellung samt Test an der Kopie und der Anpassungen, die die Sichtung gezeigt hat. Findet der Test weitere Fehler, nennen wir Ihnen den Preis dafür, bevor wir sie beheben.
Der Check verpflichtet Sie zu nichts. Sie zahlen erst, wenn Sie ein Angebot annehmen.
Kostenlosen Check per E-Mail anfragen
Moritz Rottmann betreut mit Pankrates aus Schonungen bei Schweinfurt Websites und Onlineshops für Betriebe in ganz Deutschland. Alle Zahlen, Daten und Zitate in diesem Beitrag stammen aus den verlinkten Quellen, abgerufen am 28.10.2026, Versionsstände und Herstelleranforderungen erneut am 01.11.2026; die deutschen Meldungstexte aus den Sprachdateien von WordPress und aus einer Testinstallation mit WordPress Playground vom 28.10.2026.
Häufige Fragen
Welche PHP-Version brauche ich für WordPress?
WordPress 7.0 und 7.1 laufen laut WordPress-Kernteam mit PHP 7.4 bis 8.5, WordPress 6.9 ebenfalls bis PHP 8.5. Ältere Versionen haben niedrigere Obergrenzen: 6.7 und 6.8 reichen bis PHP 8.4, 6.4 bis 6.6 bis PHP 8.3. WordPress empfiehlt PHP 8.3 oder höher. Aktuell ist WordPress 7.1.4, ein Sicherheitsupdate vom 28.10.2026 (Stand 01.11.2026). Sichern Sie deshalb vor der PHP-Umstellung Ihre Seite und aktualisieren Sie WordPress.
Welche PHP-Version empfiehlt WooCommerce, und welche ist mindestens nötig?
WooCommerce empfiehlt auf seiner Anforderungsseite und in der Ankündigung vom 29.09.2026 PHP 8.3 oder höher, getestet bis PHP 8.4. Die Beschreibung im Plugin-Verzeichnis nennt noch „PHP 8.0 oder höher empfohlen“. Mindestens nötig ist heute PHP 7.4, ab WooCommerce 11.6, geplant für Februar 2027, PHP 8.1.
Wo sehe ich in WordPress und WooCommerce, welche PHP-Version läuft?
Unter Werkzeuge > Website-Zustand, Tab „Bericht“, Abschnitt „Server“, Zeile „PHP-Version“. In WooCommerce steht sie unter WooCommerce > Status im Bereich „Server-Umgebung“. Diese Anzeige zeigt die Version, mit der WordPress tatsächlich läuft; der Kundenbereich des Hosters zeigt die Einstellung, die eine .htaccess-Datei übersteuern kann.
Kann ich die PHP-Version wieder zurückstellen?
Bei IONOS ja, laut IONOS dauert es einige Minuten. All-Inkl rät bei Fehlern, „eine andere der weiterhin angebotenen PHP-Versionen“ zu wählen; PHP 7.0 bis 7.3 und 8.0 entfallen dort mit dem angekündigten Betriebssystemupdate, laut englischer Fassung der Seite auch PHP 8.1. Strato schreibt auf derselben Seite beides: Nach Umstellung und Abmelden lasse sich nicht mehr auf die veraltete Version zurückstellen, nach dem Deaktivieren des Extended Supports aber „innerhalb der Supportlaufzeit“ doch. Wer eine Sicherung zurückspielen muss, braucht laut WordPress auch die alte PHP-Version wieder.
Warum warnt WordPress bei PHP 8.1 nur leise?
WordPress fragt bei einer Schnittstelle von WordPress.org ab, ob die PHP-Version noch Sicherheitsupdates bekommt. Für PHP 8.1 und 8.2 meldete sie am 28.10.2026 „is_secure“ und „is_acceptable“ als wahr. In unserer Testinstallation mit WordPress 7.1.3 zeigte das Dashboard dann keinen eigenen PHP-Hinweis; der Kasten „Website-Zustand“ verwies nur allgemein auf seine Einträge, und dort stand PHP 8.1.34 bzw. 8.2.33 unter den empfohlenen Verbesserungen. Der Sicherheitssupport des PHP-Projekts für PHP 8.1 endete am 31.12.2025.
Was bedeutet „Auf dieser Website ist ein kritischer Fehler aufgetreten“ nach dem PHP-Update?
Ein Plugin, das Theme, eigener Code oder eine zu alte WordPress-Version ist mit der neuen PHP-Version auf einen schweren Fehler gelaufen. Diesen Satz zeigt WordPress auf der Website. Stammt der Fehler aus einem Plugin oder Theme und rufen Sie die Anmeldeseite oder den Adminbereich auf, erscheint dort „Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website. Prüfe bitte den Posteingang …“, und WordPress schickt höchstens einmal am Tag eine E-Mail mit einem Link zum Wiederherstellungsmodus an die administrative E-Mail-Adresse. Rufen Sie nach der Umstellung deshalb selbst den Adminbereich auf, statt auf eine Mail zu warten. Für Besucher bleibt die Seite kaputt: Stellen Sie die alte PHP-Version beim Hoster wieder ein, soweit er sie noch anbietet, und suchen Sie den Fehler an einer Kopie.
Kontakt
Fragen zu Ihrem Fall?
Sie bekommen eine Einschätzung, ob sich das lohnt, und wenn nicht, sagen wir das auch.